Nordkorea hat die Forderung nach der Überprüfung des Verbleibs eines nach einer Flugzeugentführung verschwundenen Südkoreaners abgelehnt.
Das teilte die stellvertretende Sprecherin des südkoreanischen Vereinigungsministeriums Lee Jong-ju mit.
Ein Schreiben mit der Forderung habe der Süden heute um 10 Uhr über das Verbindungsbüro am Waffenstillstandsdorf dem Norden zu übermitteln versucht. Die nordkoreanische Seite habe jedoch die Annahme des Dokuments verweigert, hieß es.
Der Brief stammt von Hwang In-cheol, dem Chef des Verbandes von Angehörigen der Südkoreaner, die 1969 beim Hijacking nach Nordkorea entführt worden waren und nicht mehr zurückkehrten. Darin forderte er den Norden auf, darüber zu informieren, ob sein entführter Vater noch am Leben sei. Hwang bat das Ministerium in Seoul, das Schreiben an den Leiter des nordkoreanischen Rotkreuzverbandes und den Abteilungsleiter für Einheitsfront der Arbeiterpartei zu übermitteln.
Hwangs Vater und weitere 50 Personen waren im Dezember 1969 auf ihrem Flug mit einer KAL-Maschine von Gangneung nach Seoul in den Norden entführt worden. Zwei Monate später kehrten lediglich 39 Fluggäste in den Süden zurück.