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Südkorea warnt Nordkorea vor Beginn der nuklearen Wiederaufbereitung
Write: 2002-12-28 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Im Hinblick auf wachsende Spannungen um die nordkoreanische Nuklearentwicklung hat die südkoreanische Regierung Nordkorea vor der angekündigten Reaktivierung der atomaren Wiederaufbereitungsanlage gewarnt. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates kündigte die Regierung in einer Außenministeriumserklärung an, mit den USA, Japan und der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) eine Dringlichkeitssitzung veranstalten zu wollen, auf der Nordkoreas Stopp der Nuklearentwicklung gefordert werden soll. Außerdem wolle Südkorea auch mit China, Russland und der Europäischen Union eng zusammenarbeiten. Damit zeigte die Seouler Regierung die bisher entschiedenste Reaktion auf Nordkoreas Schritte zur Wiederaufnahme seines Nuklearprogramms. Dazu sagte ein südkoreanischer Regierungsbeamter, Südkorea würde zwar keine diplomatischen und politischen Bemühungen auslassen. Die Regierung in Seoul sei aber auf alle Fälle vorbereitet, hieß es weiter. Er erklärte allerdings, dass das Genfer Nuklearabkommen zwischen Nordkorea und den USA seiner Ansicht nach noch nicht vollständig aufgekündigt worden sei, weil die Wiederaufbereitungsanlage noch nicht in Betrieb gesetzt worden sei und auch das Leichtwasserreaktorprojekt noch abgeschlossen werden könne. Auf die Frage, ob Nordkorea praktisch aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgestiegen sei, hat er keine Antwort gegeben. Südkorea will bald ranghohe Regierungsvertreter nach China und Russland entsenden. Eine Botschaft an Nordkorea soll bei der im Januar geplanten innerkoreanischen Ministerrunde gerichtet werden. Außerdem werden Südkorea, die USA und Japan in absehbarer Zeit zu einer Konferenz für die Koordination und Aufsicht der Nordkoreapolitik (TCOG) in Washington zusammenkommen.
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