Der frühere Vize-Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Olli Heinonen, hat Besorgnis über die Sicherheit eines im Bau befindlichen Reaktors in Nordkorea ausgedrückt.
Der Leichtwasserreaktor, den Nordkorea nach seinem eigenen Bauplan in Yongbyon baue, könne größere Sicherheitsprobleme als die vorhandenen Atomanlagen auslösen, sagte er dem US-Radio Free Asia (RFA). Als Beispiel nannte er den Austritt radioaktiver Substanzen.
Nordkorea sei es wegen seiner Abschottung von der Weltgemeinschaft kaum möglich, Technologien für den Bau eines Reaktorprototyps zu erhalten. Es wäre besser, dass Nachbarländer wie Südkorea, die USA und Japan im Zuge einer Vereinbarung mit Nordkorea einen Leichtwasserreaktor liefern, hieß es weiter.
Pjöngjang hatte im April 2009 bekannt gegeben, den Bau eines eigenen Leichtwasserreaktors prüfen zu wollen. Im letzten November hatte der US-Experte Jack Pritchard nach seinem Besuch in Nordkorea mitgeteilt, dass in Yongbyon tatsächlich ein 100 MW-großer Reaktor für Versuchszwecke gebaut werde. Dieser soll im Jahr 2012 fertiggestellt werden.