Die südkoreanische Regierung hat heute eine Reihe von Sonderkonsultationen mit den vier Nachbarstaaten über die nordkoreanische Nuklearfrage begonnen. Heute fand in Peking ein Gespräch zwischen dem stellvertretenden Staatssekretär des südkoreanischen Außenministeriums, Lee Tae-shik und dem chinesischen Vizeaußenminister Wang Wei statt. Lee bat die chinesische Regierung darum, Nordkorea intensiv zum Kurswechsel zu überreden. Am wichtigsten sei, die bisherigen Schritte Nordkoreas, unter anderem die einseitige Wiederaufnahme des Atomprogramms, rückgängig zu machen, sagte er. Die südkoreanische Regierung wird im Anschluss, Ende der Woche, den Vizeaußenminister Kim Hang-kyung zu einem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Alexandre Roschkow nach Moskau entsenden. Anfang der nächsten Woche ist dann die Trilaterale Konferenz zur Koordinierung und Überwachung der Nordkoreapolitik (TCOG) zwischen Südkorea, den USA und Japan in Washington geplant. Hier wird außer gemeinsamen Maßnahmen unter anderem auch die Fortführung des Baus von Leichtwasserreaktoren in Nordkorea diskutiert. Die südkoreanische Regierung wird hierfür bis Ende dieser Woche in der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates ihre endgültige Stellungnahme festlegen. Mitte Januar werden darüber hinaus der stellvertretende Staatssekretär des US-Außenministeriums James Kelly und die japanische Außenministerin Yoriko Gawaguchi nach Seoul kommen. Kelly wird unter anderem mit dem gewählten Präsidenten Südkoreas, Roh Moo-hyun, zusammenkommen.