Südkoreanische Forscher haben die genetische Ursache der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entdeckt.
Laut dem Koreanischen Forschungsinstitut für Wissenschaft und Technologie (KAIST) stellte ein biowissenschaftliches Forscherteam weltweit erstmals fest, dass der Mangel am Eiweiß „GIT1“ in den Nervensynapsen des Gehirns die ADHS verursacht.
Das Team habe die Gene von an ADHS erkrankten Kindern mit denen gesunder Kinder verglichen. Dabei sei festgestellt worden, dass die Krankheit bei Kindern häufiger auftritt, bei denen wegen einer abeweichenden Base im GIT1-Gen das Eiweiß weniger produziert wird.
Der Mangel an GIT1 vermindere offenbar die beruhigende Wirkung von Nervenzellen, was eine angemessene Unterdrückung von Hyperaktivitäten verhindert, sagte einer der beiden Forschungsleiter, Kim Eun-jun.
Die Studie wurde in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature Medicine“ am heutigen Montag veröffentlicht.