Die südkoreanische Regierung hat den jüngsten Nordkoreabesuch des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter grundsätzlich positiv eingeschätzt.
Es habe zwar keine Fortschritte gegeben, es sei jedoch positiv zu bewerten, dass Gespräche vom Norden weiterhin angestrebt würden, sagte ein Außenamtssprecher.
Seoul sei bereits darüber informiert gewesen, dass Machthaber Kim Jong-il über Carter ein innerkoreanisches Gipfeltreffen vorgeschlagen würde. Da der Norden auf die vom Süden vorgelegten Voraussetzungen für Gespräche bisher nicht reagiert habe, werde Seoul jedoch vorerst mit Behutsamkeit vorgehen und abwarten.
Zur Forderung Carters nach einer Wiederaufnahme der Nahrungsmittelhilfe für Nordkorea, hieß es, dass Seoul zurzeit einen internationalen Bericht über die dortige Ernährungslage prüfe. Die humanitäre Hilfe für Säuglinge, Kinder und Schwangere werde zudem ohnehin unabhängig von sonstigen Nahrungslieferungen fortgesetzt.
Carter und drei frühere Staats- und Regierungschef hatten diese Woche Nordkorea besucht. Anschließend kamen sie nach Südkorea und übermittelten die Botschaft von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il, jederzeit zu einem innerkoreanischen Gipfel bereit zu sein.