Die Zahl der nordkoreanischen Flüchtlinge in Thailand hat sich einem Bericht zufolge seit 2004 mehr als verfünfzigfacht.
Wie Radio Free Asia unter Berufung auf die thailändische Tageszeitung Bangkok Post berichtete, habe allein die Zahl der wegen illegaler Einreise festgenommenen Nordkoreaner von 46 im Jahre 2004 auf 2.482 im Jahr 2010 zugenommen.
Dieses Jahr seien zudem bereits bis April 870 Nordkoreaner wegen illegaler Einreise aufgegriffen worden.
Thailand ist trotz der großen Distanz ein bevorzugtes Fluchtziel von Nordkoreanern, da sie im Nachbarland China Gefahr laufen nach Nordkorea zwangsabgeschoben zu werden. In Thailand hingegen können sie nach Verbüßung einer Haftstrafe wegen illegaler Einreise wählen, ob sie nach Südkorea oder in die USA abgeschoben werden.
Trotz verschärfter Überwachung des Regimes zur Verhinderung von Fluchten, haben es bereits mehr als 20.000 nordkoreanische Flüchtlinge meist über Drittländer nach Südkorea geschafft.