Vereinigungsminister Hyun In-taek hält insbesondere eine aufrichtige Haltung Nordkoreas für die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen für wichtig.
Bei einem Diskussionsforum zu Wiedervereinigungsfragen in Seoul sagte Hyun, sollte Nordkorea tatsächlich den Willen zur Denuklearisierung und Normalisierung der Beziehungen zum Süden haben, gebe es keinen Grund, den jüngsten Vorschlag von Präsident Lee Myung-bak nicht anzunehmen. In diesem Vorschlag spiegele sich die Bereitschaft der Seouler Regierung, sich um die Lösung der Nordkoreafrage stärker zu bemühen.
Staatspräsident Lee hatte auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin gesagt, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il zum Nuklearsicherheitsgipfel 2012 nach Seoul einladen zu wollen, sollte die Regierung in Pjöngjang in die Denuklearisierung einwilligen.
Hyun betonte, wichtig sei die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten. Nordkorea müsse jedoch erkennbare Schritte hinsichtlich seiner militärischen Provokationen unternehmen. Sollte der Norden versuchen, der Verantwortung für die Versenkung der Korvette Cheonan und den Beschuss der Insel Yeonpyeong auszuweichen, gebe es nichts, was das kommunistische Land gewinnen könne.