Über die humanitäre Hilfe für Nordkorea sind die protestantische Kirche und die Regierung in Südkorea in einen Streit geraten.
Das Nationale Gremium von Kirchen in Korea (NCCK) teilte am Dienstag mit, am heutigen Mittwoch 172 Tonnen Weizenmehl über das chinesische Dandong nach Nordkorea zu liefern.
Der Verband habe die Regierung mehrmals vergeblich um Erlaubnis hierfür gebeten. Da die Hungersnot in Nordkorea sehr ernsthaft sei, habe das NCCK beschlossen, die Hilfslieferung durchzusetzen, hieß es.
Nach Medienberichten kamen Vertreter der Organisation im März in Peking ohne Genehmigung Seouls mit Nordkoreanern zusammen und vereinbarten die Lieferung von Weizenmehl.
Dazu sagte ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums, dass die Hilfeleistung gegen die Entscheidung der Regierung sehr unwillkommen sei. Sollte ein unerlaubter Kontakt mit Nordkoreanern festgestellt werden, werde mit rechtlichen Mitteln dagegen vorgegangen.