Nach nordkoreanischen Angaben soll Südkorea bei einem geheimen innerkoreanischen Kontakt am 9. Mai vorgeschlagen haben, dreimal Korea-Gipfel zu veranstalten.
Wie ein Sprecher der Verteidigungskommission der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA sagte, seien beide Koreas am 9. Mai zu einem geheimen Treffen im Waffenstillstandsdorf Panmunjom zusammengekommen. Dabei soll Südkorea drei Korea-Gipfel Ende Juni in Panmunjom, Ende August in Pjöngjang und im März am Rande des Nuklearsicherheitsgipfels in Seoul vorgeschlagen haben. Dies habe der Norden abgelehnt, weil gleichzeitig erneut eine Entschuldigung für die Versenkung der Korvette Cheonan und den Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong gefordert worden sei.
Südkorea wünschte zudem Ministergespräche Ende Mai für die Vorbereitung der Korea-Gipfel, sobald der Konflikt um die Entschuldigung Nordkoreas beigelegt worden ist.
Nordkorea warf Südkorea vor, anders als vereinbart den geheimen Kontakt im Mai öffentlich gemacht zu haben.
Wie der Norden bekannt gab, sei Südkorea bei dem Geheimtreffen von Vertretern des Vereinigungsministeriums, des Geheimdienstes und des Präsidialamtes vertreten worden, darunter der Abteilungsleiter im Vereinigungsministerium Kim Chun-shik.
Südkoreas Präsident Lee Myung-bak hatte am 9. Mai in Berlin Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il zum Nuklearsicherheitsgipfel im März in Seoul eingeladen. Seoul machte am 19. Mai nachträglich bekannt, Nordkorea den wahren Sinn des so genannten Berliner Vorschlags erörtert zu haben.