Nicht Nordkorea, sondern Südkorea hat China über das Korea-Geheimtreffen informiert.
Präsident Lee Myung-bak habe am 22. Mai in Tokio am Rande des Dreiergipfels mit Japan den chinesischen Premier Wen Jiabao über die geheimen Beratungen unterrichtet, hieß es aus südkoreanischen Regierungskreisen.
Lee habe dabei auch den Vorschlag erläutert, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il zum Nuklearsicherheitsgipfel in Seoul im nächsten Jahr einzuladen, sollte Pjöngjang Schritte für die atomare Abrüstung unternehmen.
Auch wurde bekannt, dass Kim Jong-il die Kontakte mit Seoul während seines Besuchs in China und Treffens mit Staatschef Hu Jintao nicht angesprochen habe.
In Seouler Regierungskreisen heißt es, dass die Vorgehensweise die nordkoreanisch-chinesischen Beziehungen erschüttern könne.
Beobachtern zufolge habe Nordkorea den geheimen Kontakt plötzlich publik gemacht. Nordkorea habe behauptet, dass Seoul auf Geheimhaltung pochte, um die Tragweite des Gesprächs herunterzuspielen. Auch könnte Nordkorea versucht haben, Missverständnisse mit Peking auszuräumen, hieß es weiter.