Der gewählte südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun und der für Ostasien zuständige stellvertretende Staatssekretär im US-Außenministerium, James Kelly, sind heute zusammengekommen. Roh sagte, dass die Atomwaffenentwicklung Nordkoreas auf keinen Fall akzeptiert werden dürfe. Er sei sich sicher, dass die Frage durch Dialog geklärt werden kann. Er betonte die Bedeutung des südkoreanisch-amerikanischen Bündnisses für die Zukunft. Die jüngsten Lichterketten der Bürger seien ein Ruf nach der Revision des SOFA-Abkommens, was eine Weiterstationierung der US-Streitkräfte in Südkorea voraussetze. Dies sei daher vom Antiamerikanismus zu unterscheiden, hieß es. Kelly bezeichnete das Treffen mit Roh als eine gute Gelegenheit, Meinungen über das Bündnis beider Länder auszutauschen. Im Zusammenhang mit der nordkoreanischen Nuklearfrage bekräftigte er erneut die Bereitschaft der USA zu Gesprächen mit Nordkorea. Über die Ergebnisse der Gespräche zwischen dem US-Gouverneur Bill Richardson und nordkoreanischen Diplomaten am vergangenen Wochenende zeigte er sich jedoch enttäuscht. Sie unterschieden sich nicht von den bisherigen offiziellen Stellungnahmen Nordkoreas, und dies sei für ihn verwirrend, hieß es.