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Nordkorea wünscht laut US-Gouverneur Richardson Gespräche mit USA
Write: 2003-01-13 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Der Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, hat nach eigenen Angaben Nordkoreas Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit den USA erkennen können. Richardson, der zur Zeit der Clinton-Regierung UN-Botschafter war, führte bis 11. Januar drei Tage lang mit zwei nordkoreanischen Diplomaten, unter anderem dem stellvertretenden nordkoreanischen UN-Botschafter Han Seong-ryul Gespräche. In einem Interview mit dem US-Sender ABC, sagte er am Sonntag, dass hinter einer Reihe von provozierenden Schritten sowie Drohgebärden Nordkoreas in letzter Zeit lediglich der Wunsch des kommunistischen Regimes nach einem Dialog mit den USA stecke. Die Nordkoreaner glaubten, dass sie noch provozierender sein und ihre Drohungen verstärken sollten, wenn sie etwas erreichen wollen, sagte er. Die nordkoreanischen Diplomaten sollen dem US-Gouverneur gegenüber geäußert haben, dass ihr Land nicht vorhabe, Atomwaffen zu bauen. Richardson forderte die US-Regierung zur sofortigen Aufnahme von Gesprächen mit Nordkorea auf. Die Bush-Regierung solle nun nach dem Telefon greifen und zuerst auf unterer Ebene Vorbereitungsgespräche mit Nordkorea im UN-Hauptquatier in New York beginnen, so der Vorschlag von Richardson. Das US-Außenministerium hat die Gesprächsergebnisse zwischen Richardson und den nordkoreanischen Diplomaten zwar als erfolglos bezeichnet. Die Sprecherin des Ministeriums Nancy Beck sagte, dass Nordkorea während des Zeitraums der Gespräche seine harten Schritte fortgesetzt habe. Das Ministerium werde die Gesprächsergebnisse dennoch sorgfältig überprüfen, hieß es. Unterdessen hat der US-Sender CNN berichtet, dass der US-Außenminister Colin Powell den New-Mexico-Gouverneur Richardson vor dem Gespräch mit den Nordkoreanern damit beauftragt habe, die Reaktionen der Nordkoreaner auf eine mögliche schriftliche Garantie der USA für die Sicherheit Nordkoreas zu testen.
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