Innerkoreanisches
Vereinigungsminister war nicht über Flüchtlinge informiert
Write: 2011-06-16 14:52:37 / Update: 2011-06-16 14:52:37
Die Ankunft einer Gruppe von nordkoreanischen Flüchtlingen am vergangenen Wochenende hat offenbar ein politisches Nachspiel.
Vereinigungsminister Hyun In-taek sagte am Mittwoch vor dem Parlament, von dem Vorfall erst aus den Medien erfahren zu haben. Diese hatten am Mittwochmorgen unter Berufung auf eine Quelle in Regierungskreisen berichtet, dass am Samstag neun Menschen über die Grenze im Westmeer in den Süden gelangt waren.
Demnach hätten weder die Streitkräfte noch der Geheimdienst den Minister informiert, obwohl der Vorfall für eine Zuspitzung der innerkoreanischen Beziehungen sorgen könnte.
Vor vier Monaten hatte ein ähnlicher Vorfall die Beziehungen bereits verschärft. Damals waren 31 Nordkoreaner mit ihrem Boot über die Grenze getrieben, 27 von ihnen kehrten auf eigenen Wunsch zurück.
Seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) flüchteten insgesamt 21.000 Nordkoreaner in den Süden.
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