Die südkoreanische Regierung will bald mit den am Geumgang-Tourprogramm beteiligten privaten Unternehmen über Nordkoreas Forderung beraten.
Nordkorea hatte in der Vorwoche gefordert, dass der Reiseanbieter Hyundai Asan und dessen Partnerunternehmen bis 30. Juni an den Verhandlungstisch kommen sollten, um über die Zukunft deren eingefrorenen Vermögens am Geumgang-Gebirge zu sprechen.
Es sei erforderlich, die Meinungen der privaten Unternehmen anzuhören, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums. Sollte es schnell gehen, werde die Regierung bereits Anfang dieser Woche mit den Unternehmen sprechen. Zurzeit sei unklar, ob Vertreter der Regierung und der Unternehmen in den Norden reisen würden.
Die Touren ins nordkoreanische Geumgang-Gebirge wurden im Sommer 2008 gestoppt, nachdem eine südkoreanische Urlauberin in einem militärischen Sperrgebiet erschossen worden war. Seoul lehnte seitdem Pjöngjangs Forderung nach einer Wiederaufnahme des Tourprogramms ab. Daraufhin beschlagnahmte Nordkorea im April des Vorjahres das dortige Vermögen der südkoreanischen Regierung sowie der Tourismusbehörde.