Südkorea ist offenbar bereit, unabhängig von einer Entschuldigung Nordkoreas für dessen Provokationen bilaterale Gespräche zur Entnuklearisierung zustande zu bringen.
Die Regierung vertrete nicht die Position, wonach der Untergang der Korvette Cheonan und der Beschuss der Insel Yeonpyeong bei Treffen zur Denuklearisierung zwingend thematisiert werden müssten, sagte ein ranghoher Beamter in Seoul.
Die Klärung beider Vorfälle sei keine Voraussetzung für einen innerkoreanischen Dialog über die Denuklearisierung. Sollte Nordkorea bereit sein, könnten sofort Gespräche stattfinden. Jedoch könnten beide Vorfälle auf einem langen Weg zu neuen Sechser-Verhandlungen Einfluss ausüben, hieß es.
Damit wurde angedeutet, dass der Cheonan- und Yeonpyeong-Vorfall bei militärischen Gesprächen getrennt von anderen Fragen behandelt werden könnten.