Die südkoreanische Regierung hat erstmals wieder einem Unternehmer, der ein Kooperationsprojekt mit Nordkorea betreibt, den Besuch im Norden erlaubt.
Es war die erste Reise eines Kooperationspartners nach Nordkorea seit der Einführung der Sanktionen gegen Pjöngjang Ende Mai 2010.
Ein Vertreter eines Unternehmens, das nahe Kaesong eine Steinbearbeitungsfabrik betreibt, habe vom 24. bis 26. Juni die Stadt besucht, teilte das Vereinigungsministerium am Mittwoch mit.
Zudem seien drei Techniker einer Firma, die in der Umgebung des Geumgang-Gebirges eine Mineralwasserfabrik besitzt, am Mittwoch in den Norden gereist. Sie wollten die Produktionsanlage prüfen und mit der nordkoreanischen Seite über deren Instandhaltung sprechen.
Da die Strafmaßnahmen weiter bestehen, seien viele Kooperationspartner besorgt über ihre Investitionen im Norden, begründete ein Beamter den Schritt. Das Ressort werde ihnen einen Besuch in Nordkorea oder Kontakt mit Nordkoreanern in einem Drittland erlauben, sollte dies dem Schutz ihres Vermögens dienen.