Nordkorea hat südkoreanische Unternehmen erneut aufgefordert, wegen der Vermögensfrage ins Geumgang-Gebirge zu kommen.
Das berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur Chosun Chungang.
Unternehmensvertreter sollten bis 13. Juli vor Ort erscheinen, um über die Zukunft ihrer dortigen Immobilien zu sprechen, habe ein Sprecher der Behörde für die internationale Sondertourzone am Geumgang-Gebirge gesagt. Sollte der Forderung nicht nachgekommen werden, werde dies als Verzicht auf die Vermögensrechte verstanden und ein gesetzliches Verfahren zur Veräußerung der Immobilien eingeleitet.
Die südkoreanische Regierung sollte den Unternehmen erlauben, sich aktiv am Prozess der Vermögensauflösung zu beteiligen, hieß es weiter.
Eine südkoreanische Delegation aus Regierungs- und Unternehmensvertretern war am Mittwoch wegen der Vermögensfrage in den Norden gegangen. Gespräche kamen jedoch nicht zustande, weil Nordkorea mit den einzelnen privaten Unternehmen verhandeln wollte, während die Seouler Regierung dies nicht akzeptierte.
Die innerkoreanischen Touren ins Geumgang-Gebirge hatte Südkorea wegen ungelöster Sicherheitsfragen vor drei Jahren suspendiert. Daraufhin hatte Nordkorea im vergangenen Jahr die Einrichtungen der südkoreanischen Regierung und Unternehmen in dem Erholungsgebiet eingefroren oder konfisziert.