Südkoreas künftiger Präsident Roh Moo-hyun hat bekräftigt, im Streit um Nordkoreas Nuklearprogramm militärische Aktionen ausschließen und stattdessen Dialog anstreben zu wollen. In einem Interview mit „New York Times Online“ sagte Roh, Nordkorea wünsche eine Befreiung von dem von den USA verliehenen Status „Achse des Bösen“ und wolle sich gegenüber der Welt öffnen. Wenn die Erfüllung dieser Wünsche garantiert sei, würde Nordkorea auf die Atomwaffenproduktion verzichten, sagte der gewählte Präsident. Selbst falls sich endgültig herausstellen sollte, dass Nordkorea zur Atomwaffenproduktion Nuklearbrennstoffe wiederaufbereite, würde ein Militärschlag gegen Nuklearanlagen in Youngbyon nicht in Erwägung gezogen werden. Außerdem sei es nicht nötig, sich in der gegenwärtigen Situation Gedanken über einen Militärschlag zu machen, hieß es. Zu jüngsten Demonstrationen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in Südkorea sagte Roh, es gebe zwar antiamerikanische Stimmen in Südkorea. Diese repräsentierten jedoch nur eine Minderheit. Dies sei nicht die vorherrschende öffentliche Meinung.