Südkorea will über seine Nahrungsmittelhilfe für Nordkorea frei von der Hilfe der Weltgemeinschaft entscheiden.
Beides seien getrennte Angelegenheiten, betonte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung. Die Regierung wolle bei der Entscheidung die innerkoreanischen Beziehungen und die Ernährungslage in Nordkorea umfassend berücksichtigen.
Anlässlich des dritten Jahrestags der Erschießung einer Südkoreanerin durch nordkoreanische Soldaten im Geumgang-Gebirge, die zur Einstellung der innerkoreanischen Touren dorthin geführt hatte, forderte Chun den Norden auf, die Verletzung der Vermögensrechte des Südens sofort zu stoppen. Pjöngjang sollte für die Lösung des Konflikts um das Geumgang-Tourprogramm und die Verbesserung der Beziehungen mit Seoul seine Haltung aufrichtig ändern.
Seoul halte unverändert an der Position fest, dass für den Neustart der Touren der Mordfall geklärt und institutionelle Maßnahmen für die Sicherheit südkoreanischer Touristen und zur Vermeidung der Wiederholung ähnlicher Fälle getroffen werden müssten.