Nach Ansicht eines Abgeordneten kann Nordkorea versuchen, durch in Japan ansässige Koreaner auf die Wahlen in Südkorea Einfluss auszuüben.
Die Besorgnis drückte der Vorsitzende des parlamentarischen Sonderausschusses für politische Reform, Lee Kyung-jae, im Vorfeld der Wahlbeteiligung von Auslandskoreanern aus.
Schätzungsweise könnten 50.000 pro-nordkoreanische Landsleute in Japan, die ihre südkoreanische Staatsbürgerschaft zurückerhalten haben, an den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr teilnehmen. Pjöngjang könne diesen Menschen Befehle geben, sagte Lee dem Sender KBS.
Zu der Angelegenheit sagte ein Vertreter der Zentralen Wahlkommission, dass sie pro-nordkoreanischen Landsleuten das Wahlrecht weder entziehen noch dessen Gebrauch einschränken könne. Es gebe keine Maßnahmen gegen einen nordkoreanischen Eingriffsversuch.
Südkorea ermöglicht ab dem kommenden Jahr auch im Ausland registrierten Landsleuten die Teilnahme an den Parlaments- und Präsidentswahlen.