Sport
Nordkorea bekräftigt Verzicht auf Atomwaffenproduktion
Write: 2003-01-22 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
In der ersten Sitzung der neunten innerkoreanischen Ministerrunde heute in Seoul haben Nordkoreas Unterhändler bekräftigt, keine Atomwaffen herstellen zu wollen. Damit ist Nordkorea auf die Forderung Südkoreas eingegangen, dass der Norden auf sein Atomprogramm verzichten und seinen Ausstieg aus dem Nichtverbreitungsvertrag (NVV) rückgängig machen sollte. Nordkorea wiederholte, dass der Austieg aus dem Sperrvertrag eine Selbstverteidigungsmaßnahme gegen die amerikanische Unterdrückungspolitik sei. Der nordkoreanische Chefdelegierte, Kabinettsminister Kim Ryung-sung, bekräftigte ferner, die beim ersten Koreagipfel im Jahr 2000 angenommene innerkoreanische Erklärung und weitere innerkoreanische Einigungen umsetzen zu wollen. Mit Blick auf die Nuklearproblematik betonte Nordkorea die Volkssolidarität zwischen Nord und Süd. Beim heutigen Treffen wurden erneut Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Teilen Koreas zur Nuklearproblematik deutlich. Politische Beobachter messen allerdings der Tatsache große Bedeutung bei, dass Nordkorea, das bislang auf direkte Nukleargespräche mit den USA bestand, die Angelegenheit offiziell zur Sprache gebracht hat. Bei der Ministerrunde werden beide Seiten bis zum 24. Januar über die Nuklearkrise sowie innerkoreanische Verkehrsverbindungsprojekte diskutieren. Die heutige Sitzung verlief entsprechend den bisherigen Gepflogenheiten hinter den Kulissen. Nordkorea forderte ursprünglich, den Verlauf der Sitzung bekannt zu machen.
Die Redaktion empfiehlt