Südkorea will gegen die Veräußerung seines Vermögens am Geumgang-Gebirge durch Nordkorea vorgehen.
Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit.
Damit reagierte der Süden auf die Ankündigung der nordkoreanischen Behörde für die Tourismus-Sonderzone am Geumgang-Gebirge, das dortige Vermögen des Südens rechtlich abzuwickeln. Zudem wurde gefordert, dass südkoreanische Vertreter in der Tourismuszone innerhalb von 72 Stunden Nordkorea verlassen sollten.
Die südkoreanische Regierung bedauere die einseitige Entscheidung des Nordens, äußerte Amtssprecher Chun Hae-sung. Alle Verantwortung und Konsequenzen hierfür solle Nordkorea tragen. Der Süden werde gegen den Schritt angemessen vorgehen und auch rechtliche und diplomatische Mittel einsetzen.
Zur Forderung der Rückkehr von Südkoreanern hieß es, dass nach Diskussionen mit betroffenen Unternehmen Schritte für deren Sicherheit unternommen würden.
Derzeit verweilen insgesamt 14 Südkoreaner am Erholungsgebiet an der Ostküste, darunter Mitarbeiter des bisherigen Monopol-Anbieters der Geumgang-Touren, Hyundai-Asan.
Die Touren ins Geumgang-Gebirge hatte Südkorea aus Sicherheitsgründen vor drei Jahren suspendiert. Nordkorea hatte letztes Jahr aus Protest dagegen die dortigen Immobilien der südkoreanischen Regierung und von Unternehmen eingefroren oder konfisziert.