Südkorea will das Ausland bitten, auf Touren und Investitionen ins nordkoreanische Geumgang-Gebirge möglichst zu verzichten.
Das beschloss eine zuständige Arbeitsgruppe der Regierung unter Federführung des Vereinigungsministeriums am Dienstag.
Anlass ist eine Pilottour in die Tourzone, die Nordkorea vor wenigen Tagen für ausländische Investoren und Medienvertreter veranstaltet hatte. Das Regierungsteam will beteiligte Länder über die Unrechtmäßigkeit der Nutzung südkoreanischer touristischer Einrichtungen aufklären.
Die Regierung will nach Berichten hierfür den diplomatischen Vertretungen von Ländern entsprechende Richtlinien übermitteln, die sich eventuell an Touren oder Investitionen in die Geumgang-Zone beteiligen könnten.
Die Entscheidung ist einer der diplomatischen Schritte, die Seoul angekündigt hatte, nachdem Nordkorea die Immobilien konfisziert hatte. Die Arbeitsgruppe will die Entwicklungen im Norden aufmerksam verfolgen und über weitere Maßnahmen beraten.
Südkorea hatte vor drei Jahren das innerkoreanische Geumgang-Reiseprogramm wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Später verleibte Nordkorea südkoreanische Immobilien dem eigenen Vermögen ein und will mit neuen Partnern zusammenarbeiten.