Nordkorea hat Südkoreas Entscheidung kritisiert, das Ausland um einen Verzicht auf Touren und Investitionen ins Geumgang-Gebirge zu bitten.
Südkorea stelle sich damit vor der Weltgemeinschaft bloß, meldete die staatliche nordkoreanische Webseite Uriminzokkiri. Der Schritt der südkoreanischen Regierung, Bittschriften an ausländische diplomatische Vertretungen zu schicken, sei widerlich, heißt es in dem Bericht.
Der Norden halte bei der Planung internationaler Tourprogramme ins Geumgang-Gebirge dem südkoreanischen Unternehmen Hyundai Asan die Tür für eine Beteiligung offen. Zudem sei in Gesprächen mit dem Unternehmen bislang nicht von einer Klage gesprochen worden, hieß es weiter.
Nordkorea hatte vor wenigen Tagen eine Pilottour ins Geumgang-Gebirge organisiert, an der ausländische Investoren und Medienvertreter teilnahmen. Daraufhin beschloss Südkorea, beteiligte Länder zu bitten, auf Touren und Investitionen in die Zone möglichst zu verzichten.
Die innerkoreanischen Touren ins Geumgang-Gebirge hatte Südkorea vor drei Jahren wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Nordkorea beschlagnahmte inzwischen dortige südkoreanische Immobilien und will mit neuen Partnern zusammenarbeiten.