Südkorea will andere Länder offiziell dazu aufrufen, weder in Tourismusaktivitäten für das Kumgang-Gebirge einzusteigen, noch in die Entwicklung des dortigen Feriengebiets an der nordkoreanischen Ostküste zu investieren.
Die entsprechenden diplomatischen Maßnahmen würden in dieser Woche getroffen, hieß es heute aus Regierungskreisen in Seoul.
Auch behalte sich die Regierung weitere Maßnahmen gegen Nordkorea vor.
Südkorea reagiert damit auf die Ankündigung Nordkoreas, sämtliche südkoreanische Anlagen und Materialien im Kumgang-Gebirge veräußern oder anderweitig mit ihnen umgehen zu wollen.
Die südkoreanische Regierung und private Unternehmen hatten im Rahmen eines langjährigen innerkoreanischen Tourismusprojekts für das Gebirge unter anderem ein Kulturzentrum, Hotels und einen Golfplatz bauen lassen.
Nordkorea hatte die Anlagen konfisziert, weil sich Südkorea aufgrund von Sicherheitsbedenken geweigert hatte, das seit rund drei Jahren unterbrochene Programm für Reisen ins Kumgang-Gebirge wiederaufzunehmen.