Die in Nordkorea zurückgebliebenen Familieangehörigen des ehemaligen Überläufers Oh Kil-nam sollen dort noch am Leben sein.
Das behauptete der Chef des Verbandes von Familien, deren Angehörige nach Nordkorea entführt wurden, Choi Sung-yong.
Einer Informationsquelle in Nordkorea zufolge seien Ohs Ehefrau, Shin Sook-ja, und zwei Töchter aus dem Lager für politische Häftlinge in Yoduk in der Süd-Hamgyeong-Provinz in ein Sperrgebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang überführt worden.
Es sei unklar, wann die Überführung erfolgt sei. Shin und ihre Töchter würden häufig in einem Krankenhaus in der Umgebung des Sperrgebiets behandelt. Zudem lehnten sie den von Nordkorea geforderten Treueid ab, hieß es weiter.
Oh war 1985 während seines Aufenthalts in Deutschland auf Vorschlag eines nordkoreanischen Agenten mit seiner Familie nach Nordkorea übergesiedelt. Im darauf folgenden Jahr war der Ökonom allein nach Europa geflüchtet.