Beide Koreas führen in Peking die zweite Runde ihrer Gespräche über Denuklearisierung.
Der Dialog begann am Morgen mit einem Treffen der Chefunterhändler bei den Sechser-Gesprächen, Wi Sung-lac und Ri Yong-ho, in einem Hotel in Peking. Am Vormittag sprachen Wi und Ri etwa anderthalb Stunden und konnten ihre Differenzen nicht abbauen. Ab 15.30 Uhr setzten sie ihre Verhandlungen fort.
Bei den Gesprächen wurden offenbar alle Aspekte der Denuklearisierung erörtert, darunter auch die Vorbedingungen für neue Sechs-Parteien-Gespräche über ein Ende des Atomstreits mit Nordkorea.
Südkorea und die USA fordern von Nordkorea den Stopp des Uranprogramms, die Einreise von Kontrolleuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sowie ein Raketen- und Atomtestmoratorium.
Nordkorea fordert die Wiederaufnahme der Secher-Gespräche, ohne dass Vorbedingungen erfüllt werden.
Der südkoreanische Unterhändler trifft am Donnerstag mit seinem chinesischen Pendant Wu Dawei zusammen. Wi wird über die Ergebnisse der innerkoreanischen Gespräche informieren und mit Wu über Maßnahmen zur Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche beraten.
Diplomatische Beobachter rechnen damit, dass Nordkorea nach dem Gespräch mit Südkorea einen weiteren Dialog mit den USA anstreben wird. Die Möglichkeit, dass der US-Sonderbeauftragte für Nordkoreafragen Stephen Bosworth im nächsten Monat Pjöngjang besuchen werde, sei nicht ausgeschlossen.