Nordkorea hat vom internationalen Konsortium für das Leichtwasserreaktorprojekt in Nordkorea, kurz KEDO, eine Entschädigung für die Einstellung des Projekts gefordert.
Nordkorea habe jüngst in einem Schreiben an KEDO verlangt, für die durch den Baustopp entstandenen Schäden 5,7 Milliarden Dollar als Entschädigung zu zahlen, sagte ein Regierungsvertreter in Seoul.
Die Forderung sei jedoch keine Überlegung wert, da das Projekt wegen Nordkoreas Verletzung der Vereinbarungen auf Eis gelegt worden sei.
KEDO sollte nach dem Genfer Abkommen zwischen Nordkorea und den USA im Jahr 1994 zwei Leichtwasserreaktoren im nordkoreanischen Shinpo bauen. Das Projekt wurde jedoch im Jahr 2006 endgültig eingestellt, nachdem sich ein erneuter Streit um das nordkoreanische Atomprogramm zugespitzt hatte. Danach forderte das Konsortium von Nordkorea eine Entschädigung in Höhe von 1,89 Milliarden Dollar.