Die USA haben den Wunsch nach direkten Gesprächen mit Nordkorea über dessen Nuklearprogramm geäußert. Den Wunsch äußerte der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage gestern bei einer Anhörung über die Nordkoreapolitik der Bush-Regierung im US-Senat. Damit deutete er eine Änderung der bisherigen Haltung der US-Regierung an, wonach die USA direkte Gespräche mit Nordkorea lediglich über Nordkoreas Erfüllung von Verpflichtungen aus Nuklearabkommen führen wollten. Der US-Vizeaußenminister bekräftigte allerdings, dass die Nuklearfrage kein Problem sei, dass allein die USA betreffe. Eine Reihe von Verbündeten der USA sowie andere Länder in der Region sollten sich an der Lösungsfindung beteiligen, sagte Armitage. Vor den Aussagen Armitages betonte der Vorsitzende des Außenausschusses, Richard Lugar, dass die US-Regierung mit Nordkorea Gespräche über die Beendigung des Atomprogramms führen sollte. Ziel sei es, durch umfassende internationale Inspektionen das Nuklearprogramm in dem kommunistischen Land zu beenden.