Nordkorea hat Bereitschaft für Regierungsgespräche mit Südkorea über den Neustart innerkoreanischer Touren ins Geumgang-Gebirge signalisiert.
Vertreter des nordkoreanischen Ausschusses für Frieden in Asien und Pazifik und des südkoreanischen Unternehmens Hyundai Asan hätten im September über das eingestellte Tourprogramm diskutiert, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Dabei hätten die Nordkoreaner die südkoreanische Seite aufgefordert, der Regierung in Seoul mitzuteilen, dass diese Gespräche zur Geumgang-Frage vorschlagen sollte.
Nordkorea habe sich offenbar für den Schritt entschieden, da die Gespräche mit Hyundai Asan ergebnislos gewesen seien. Neue Gespräche auf Regierungsebene könnten jedoch erst zustande kommen, nachdem gewisse Annäherungen in der Frage konfiszierten Vermögens und der Sicherheit südkoreanischer Touristen erzielt worden seien, hieß es weiter.
Vertreter von Hyundai Asan, das Monopolanbieter des Geumgang-Tourprogramms war, kamen am 27. September in Kaesong mit dem Vizechef des nordkoreanischen Komitees Rhee Jong-hyuk zusammen. Am 13. Oktober fand ein Treffen mit dem Leiter der Behörde für die internationale Tourismus-Sonderzone am Geumgang-Gebirge, Kim Kwang-yun, statt.
Das innerkoreanische Tourprogramm hatte der Süden wegen Sicherheitsbedenken vor drei Jahren suspendiert. Daraufhin konfiszierte der Norden südkoreanisches Vermögen in der Zone.