Nordkorea soll in der Freihandelszone auf der Insel Hwanggeumpyeong an der Grenze zu China eine Geschäftsstelle errichtet haben.
Laut Informationsquellen wurde im August oder September auf der Insel im Grenzfluss Yalu eine Geschäftsstelle mit rund zehn Mitarbeitern eröffnet.
Zu den Mitarbeitern zähle auch Choe Hyon-gu, der Anfang der 2000er Jahre als Vizechef der Behörde für Entwicklung von Sonderzonen tätig gewesen war. Da diese Behörde für den innerkoreanischen Industriepark in Kaesong zuständig ist, gehen Experten davon aus, dass Pjönjgang voraussichtlich die Insel nach dem Vorbild des Kaesong-Industriekomplexes entwickeln will.
Weiter hieß es, dass Nordkorea das für ausländische Investitionen zuständige Komitee personell ausgebaut habe.
Zuvor hatte der Parteisekretär im chinesischen Dandong Ende Oktober der Zeitung „China Daily“ gesagt, dass China und Nordkorea bereits einen gemeinsamen Verwaltungsausschuss für die Erschließung von Hwanggeumpyeong gegründet hätten. Die Stadtverwaltung verfüge zudem über einen Thinktank aus 72 Experten.
Nordkorea und China hatten zuvor vereinbart, die Insel Hwanggeumpyeong gemeinsam zu erschließen.