Das Welternährungsprogramm (WFP) erwartet, dass die Getreideernte in Nordkorea dieses Jahr zunehmen wird.
Ungeachtet dessen werde die Nahrungsnot aber andauern, sagte die Leiterin des WFP-Büros in Pjöngjang, Claudia von Roehl, in einem Interview mit KBS am Mittwoch. Sie ist zurzeit zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz über die Nordkoreahilfe zu Besuch in Seoul.
Ohne die Zufuhr von ausreichend Eiweiß, sei der Unterernährung nicht beizukommen. Genauen Aufschluss über die Ernährungslage in Nordkorea werde der neue Bericht der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) geben, der in zwei Wochen erscheinen werde.
Zur Überwachung der Verteilung der Nahrungsmittellieferungen äußerte von Roehl, dass ihren Mitarbeitern der Zugang zum jedem Ort gewährt werde, sollten sie 24 Stunden vorher der nordkoreanischen Seite Bescheid geben. Die Nordkoreaner seien bisher bei der Einhaltung der vereinbarten Kriterien für die Überwachung kooperativ gewesen.