Der 69 Jahre alte Südkoreaner Oh Kil-nam hat in Washington an die Abgeordneten in aller Welt appelliert, ihn bei seinen Bemühungen um ein Wiedersehen mit seiner Frau und beiden Töchtern in Nordkorea zu helfen.
Er gehe davon aus, dass seine Familie noch am Leben sei, sagte der frühere Ökonom bei einem Diskussionsforum am Sitz des US-Kongresses.
Oh war als Teilnahmer zur achten Generalversammlung der internationalen Abgeordnetenkoalition für nordkoreanische Flüchtlinge und Menschenrechte (IPCNKR) im Kapitol eingeladen worden. An der Tagung nahmen Parlamentarier aus Südkorea, den USA, Japan, Kanada, Polen, der Mongolei und Kamerun teil.
Oh hatte sich 1985 während eines Studienaufenthalts in Deutschlands entschlossen, zusammen mit seiner Familie nach Nordkorea auszuwandern. Damals war ihm von nordkoreanischer Seite versprochen worden, dass man sich um ihn und seine Familie sorgen werde. Seine Frau war damals an Hepatitis erkrankt.
Die Entscheidung, nach Nordkorea zu gehen, sei vollkommen absurd gewesen, sagte Oh in Washington.
Bei einem weiteren Besuch in Deutschland 1986 hatte sich Oh entschieden, in Europa zu bleiben. Seine Frau und die beiden Töchter ließ er zurück in Nordkorea.