Nordkorea will offenbar auch Einrichtungen südkoreanischer Unternehmen außerhalb der Tourismuszone am Geumgang-Gebirge konfiszieren.
Hintergrund ist, dass die innerkoreanischen Kooperationsprojekte gemäß den Sanktionen Seouls nach Pjöngjangs Provokationen im vergangenen Jahr auf Eis gelegt wurden.
Ein Vertreter eines Unternehmens, das in Nordkorea investierte, sagte, dass ihm bei seinem jüngsten Besuch die nordkoreanische Seite signalisiert habe, die Anlagen des Südens zu beschlagnahmen und einen anderen Partner zu suchen. Infolge der Unterbrechung des Projekts sei dem Norden großer Schaden entstanden, hieß es.
Auch Schadenersatzforderungen kämen immer häufiger vor. Die nordkoreanische Vereinigung für innerkoreanische Wirtschaftskooperation habe von CS Global im Oktober Schadenersatz verlangt, teilte die Firma mit. Diese baute in der Umgebung von Kaesong die Sand ab.
Zu dieser Situation erklärte das Vereinigungsministerium in Seoul, dass es sich lediglich um Einzelfälle handle. Das Ressort werde jedoch mit Unternehmen über Maßnahmen sprechen.