Nach Worten eines UN-Beamten wird eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen eingesetzt, um die Frage der in Nordkorea gefangen gehaltenen Südkoreanerin Shin Sook-ja zu lösen.
Das sagte der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in Nordkorea, Marzuki Darusman, auf einer Pressekonferenz in Seoul. Er schloss am heutigen Freitag sein fünftägiges Besuchsprogramm in Südkorea ab.
Eine Arbeitsgruppe, die für unter Zwang festgehaltene Menschen und Vermisste zuständig ist, werde zunächst ermitteln, ob Shin noch am Leben sei. Die Angelegenheit sei ein symbolisches Beispiel in der Problematik der nach Nordkorea entführten Menschen. Er hoffe, dass aus diesem Anlass ein umfassender Lösungsweg für die Frage gefunden werde, hieß es.
Shin Sook-ja war 1985 während ihres Aufenthalts in Deutschland mit ihrem Ehemann Oh Kil-nam nach Nordkorea übergesiedelt. Ein Jahr später war Oh allein nach Europa geflüchtet. Nach Zeugenaussagen sollen sich Shin und ihre beiden Töchter in einem Lager für politische Häftlinge befinden.
Darusman kam während seines Besuchs unter anderem mit Regierungsvertretern, die für die Menschenrechtslage in Nordkorea zuständig sind, und Shins Ehemann zusammen.