Acht von zehn Nordkoreaexperten in Südkorea halten Flexibilität im Regierungskurs gegenüber Pjöngjang für erforderlich.
Das ging aus einer Umfrage der Koreanischen Industrie- und Handelskammer bei 100 Experten für Nordkoreafragen hervor.
81 Prozent der Befragten sagten, dass die Zulassung von Nordkoreareisen zum Zweck des gesellschaftlichen und kulturellen Austauschs und die Förderung des innerkoreanischen Industriekomplexes in Kaesong unverzichtbare Schritte seien, um die Risiken für die nationale Sicherheit zu senken.
Dagegen äußerten zehn Prozent, dass mit solchen Schritten ein falsches Signal an Nordkorea ausgesendet werde.
Als größte Besorgnis bei einer langfristigen Einfrierung der innerkoreanischen Beziehungen nannten 62 Prozent Risiken für die nationale Sicherheit, darunter neue Atomtests in Nordkorea. Dahinter folgten die Erhöhung der Instabilität des nordkoreanischen Regimes und die Zunahme der Heterogenität zwischen Süd und Nord.