Südkoreas Präsidialamt ist nach der Bekanntgabe des Todes von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il in Alarmbereitschaft versetzt worden.
Präsident Lee Myung-bak verschob seinen geplanten Besuch bei einer Sozialeinrichtung in der Gyeonggi-Provinz. Stattdessen sah er mit seinem außenpolitischen Berater Chun Young-woo und weiteren für Außenpolitik und Sicherheit zuständigen Mitarbeitern die angekündigte Sondersendung Nordkoreas an, in der Kims Tod bekannt gegeben wurde.
Lee wurde anschließend vom Vereinigten Generalstabschef Jung Seung-jo über die Bewegungen der nordkoreanischen Streitkräfte am Telefon informiert. Lee ordnete entsprechende militärische Vorbereitungen an.
Lee beriet mit seinen Beratern über die Folgen von Kims Tod und Maßnahmen. Zur Stunde berät der Nationale Sicherheitsrat. Lee will später mit US-Präsident Obama telefonisch beraten, wie Südkorea und die USA gegen mögliche Entwicklungen in Nordkorea vorgehen sollten.