Südkoreas Militär, Polizei und Staatsanwaltschaft sind nach der Bekanntgabe des Todes von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il in Alarmbereitschaft versetzt worden.
Der Vereinigte Generalstab der Streitkräfte diskutierte bei einer Krisensitzung über eine Verstärkung der Alarmbereitschaft. Demnach wird die Überwachung an der innerkoreanischen Grenze unter anderem durch mehr Aufklärungsflüge verstärkt.
Das US-südkoreanische gemeinsame Kommando verfolgt aufmerksam die Bewegungen des nordkoreanischen Militärs. Geprüft werde, ob das Frühwarnsystem gegenüber Nordkorea „Watch Condition“ von derzeit Stufe drei auf zwei erhöht werden soll.
Laut einem Mitglied des Generalstabs seien bisher keine besonderen Bewegungen in Nordkorea beobachtet worden. Der Süden schließe jedoch die Möglichkeit von Provokationen an der Grenze nicht aus und verfolge die Entwicklungen.
Das Polizeipräsidium ordnete unterdessen allen Beamten an, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und in Einsatzbereitschaft zu sein. Polizeichef Cho Hyun-ho diskutiert zurzeit mit Führungskräften im ganzen Land über konkrete Maßnahmen.
Auch die Staatsanwaltschaft versetzte nach Kims Tod ihre Mitarbeiter in Alarmbereitschaft.