Südkoreas Parteien haben das von der Regierung geäußerte Mitgefühl für die nordkoreanische Bevölkerung begrüßt.
Jedoch sind die Parteien geteilter Meinung über die Entscheidung, nach dem Tod von Machthaber Kim Jong-il nur Familienangehörigen des früheren Präsidenten Kim Dae-jung und des früheren Hyundai-Vorsitzenden Chung Mong-hun einen Trauerbesuch im Norden zu erlauben.
Nordkorea hatte jeweils Delegationen geschickt, als Kim und der Unternehmer Chung gestorben waren.
Die regierende Große Nationalpartei (GNP) sprach gegenüber der nordkoreanischen Bevölkerung ihr Beileid aus. Die Partei wolle alle Anstrengungen für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel unternehmen. Die Bemerkungen in der Beileidsbotschaft der Regierung seien angemessen gewesen, sagte Sprecherin Lee Doo-ah.
Die Sprecherin der neuen Oppositionspartei Vereinte Demokratische Partei Kim Yoo-jung bezeichnete die Entscheidung der Regierung für eine Beileidsbekundung als richtigen Schritt für den Frieden in Korea und die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen.
Jedoch hoffe, die Partei, dass die Regierung auch Vertreter aus Politik- und Religionskreisen sowie von Bürgergruppen für einen Trauerbesuch in den Nordkorea gehen lässt.