Nordkoreanische Grenzschutzbeamte haben offenbar Ende letzten Jahres drei Einwohner bei einem Fluchtversuch getötet.
Das behauptete der Chef der Bürgerkoalition für Menschenrechte von Entführten und nordkoreanischen Flüchtlingen, Do Hee-youn.
Eine Informationsquelle im chinesischen Changbai-Kreis an der Grenze zu Nordkorea habe mit eigenen Augen gesehen, dass drei Männer beim Überqueren des gefrorenen Yalu-Flusses erschossen worden seien. Grenzpolizisten hätten die Leichname fortgeschafft, hieß es.
Laut Quellen verschärfte Nordkorea nach dem Tod von Machthaber Kim Jong-il die Grenzkontrollen. Unterdessen berichtete das US-amerikanische Radio Free Asia, dass nordkoreanische Behörden Einwohner für Verräter hielten, die während der Trauerzeit zu flüchten versuchten, und befohlen hätten, deren Angehörige zu erschießen.