Innerkoreanisches
Vereinigungsminister: Tür zum Dialog mit Nordkorea bleibt offen
Write: 2012-01-06 10:15:32 / Update: 2012-01-06 10:15:32
Nach Worten von Vereinigungsminister Yu Woo-ik bleibt die Tür zum Dialog mit Nordkorea offen.
Sobald ein Dialogkanal stabil sei, würden beide Koreas in der Lage sein, bilaterale Angelegenheiten zu diskutieren. Hierzu zählten die Versenkung des Kriegsschiffes Cheonan und das Bombardement der Insel Yeonpyeong im Jahr 2010. Auch die von Südkorea als Reaktion auf die Provokationen beschlossenen Sanktionen vom Mai 2011 könnten dann erörtert werden, sagte der Minister am Donnerstag im Gespräch mit Reportern.
Südkorea wolle die Liste der besprochenen Themen nicht einschränken, sollten die Gespräche in verantwortungsvoller Weise geführt werden, sagte Yu im Anschluss an ein Treffen mit Präsident Lee Myung-bak, auf dem er die wichtigsten Projekte seines Hauses in diesem Jahr vorgestellt hatte.
Die Regierung halte aber daran fest, dass sich Nordkorea für den Cheonan- und Yeonpyeong-Zwischenfall entschuldigen müsse. Dies sei aber keine Voraussetzung für einen Dialog.
Bislang habe es auf Arbeitsebene keinen Kontakt mit Nordkorea gegeben. Pjöngjang sei aber deutlich gemacht worden, dass die Schaffung eines Dialogkanals gewünscht werde. Wichtiger seien aber die Bedingungen für neue Gespräche und nicht wer diese vorschlage, ergänzte er.
Angesichts der momentanen Lage in Nordkorea sei es schwierig zu sagen, dass die Bedingungen für neue Gespräche reif seien. Es sei wichtig, dass Seoul die Tür zu Gesprächen offen halte, erklärte der Minister.
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