Hinsichtlich der überraschenden Termin-Aufschiebung der Familienzusammenführung durch Nordkorea hat die südkoreanische Regierung ihr tiefes Bedauern ausgedrückt. Bei einer Notstandssitzung betonte die Regierung in Seoul, dass der vierte Austausch von getrennt lebenden Familienangehörigen wie vereinbart vom 15. bis 18. Oktober durchgeführt werden sollte. Auch der südkoreanische Rotkreuz-Verband würde eigene Gegenmaßnahmen ergreifen, sagte ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums. Die von Nordkorea als Verschiebungsgrund genannte Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen nach den Terroranschlägen in den USA sei schwer zu akzeptieren, fügte er hinzu. Der Wiedervereinigungsministeriumsbeamte geht allerdings davon aus, dass Nordkorea anscheinend den groß angelegten Austausch auf ziviler Ebene verschieben, aber Regierungsgespräche wie geplant durchführen wolle.