Nordkoreas Streitkräfte haben nach dem Tod von Kim Jong-il keine Auffälligkeiten gezeigt.
Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und beruft sich auf einen südkoreanischen Beamten, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Hinsichtlich der im November begonnenen Winter-Manöver gebe es keine Auffälligkeiten verglichen mit der Zeit vor dem Tod des früheren Machthabers.
Einzig ein leichter Anstieg bei der Zahl der Kampfjet-Einsätze im Rahmen der Übungen sei beobachtet worden. Doch habe es noch keinen Flug nahe der taktischen Aktionslinie (TAL) gegeben, ergänzte er.
Sollte ein nordkoreanisches Kampflugzeug die Dutzende von Kilometern nördlich der Nördlichen Grenzlinie (NLL) gezogene Linie verletzen, würde umgehend ein Kampfjet der südkoreanischen Luftwaffe in die Luft geschickt. Von der taktischen Aktionslinie bis zur südkoreanischen Hauptstadt Seoul dauert es mit einem Kampfjet nur wenige Minuten.
Die NLL ist die Seegrenze zwischen beiden Koreas im Westmeer oder Gelben Meer. Nordkorea erkennt die nach dem Koreakrieg (1950-53) von den Vereinten Nationen festgelegte Grenze jedoch nicht an und verletzte sie in der Vergangenheit immer wieder. Die Folge waren mehrere, teils blutige Gefechte auf dem Meer.