Innerkoreanisches
Nordkoreanische Flüchtlinge in China sollen nicht in Wahllokale eindringen
Write: 2012-01-24 14:11:23 / Update: 2012-01-24 14:11:23
Nordkoreanische Flüchtlinge in China sollen anlässlich der Wahlen in Südkorea nicht in südkoreanische Konsulate eindringen.
Dies solle in enger Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden sichergestellt werden, sagte ein Vertreter der Nationalen Wahlkommission gegenüber Yonhap unter der Bedingung, anonym zu bleiben.
Erstmals sind nach einer Änderung des Wahlgesetzes im Jahr 2009 bei den Parlamentswahlen am 11. April und der Präsidentenwahl im Dezember auch Koreaner im Ausland wahlberechtigt.
Südkorea wolle zusätzliches Sicherheitspersonal für die Eingangskontrolle schicken und die Identität der Wahlwilligen besonders gründlich prüfen. Denn ein Eindringen von Flüchtlingen in die Konsulate könne das Verhältnis zu Peking belasten, erklärte der Beamte.
Nach Schätzungen halten sich mehrere zehntausend nordkoreanische Flüchtlinge in China versteckt. Sie warten dort auf die Gelegenheit zur Ausreise nach Thailand oder andere südostasiatische Staaten, um anschließend nach Südkorea zu gelangen. Peking, Pjöngjangs wichtigster Verbündeter, erkennt die Flüchtlinge nicht an und schiebt sie nach Nordkorea ab. Dort drohen ihnen drakonische Strafen.
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