Südkorea droht im Januar ein Defizit in der Leistungsbilanz.
Nach Angaben des Zollamtes sei der Import vom 1. bis 20. Januar um 19,8 Prozent im Vorjahresvergleich auf 32 Milliarden Dollar gestiegen. Demgegenüber habe der Export lediglich um 5,9 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar zugenommen. Damit werde ein Handelsdefizit von 2,9 Milliarden Dollar verbucht.
Sollte der Exportumfang ab 21. bis Ende Januar das Importvolumen nicht um mehr als drei Milliarden Dollar übertreffen, wird das Land erstmals seit Januar 2010 wieder ein Defizit in der Handelsbilanz verbuchen.
Auch im Dienstleistungssektor wird ein Minus befürchtet. Grund ist, dass die Zahl der Auslandsreisen während der Neujahrsfeiertage nach Mondkalender drastisch zunahm.
Experten gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine kurzfristige Tendenz handeln werde, auch wenn ein Leistungbilanzdefizit entsteht. Ein deutlicherer Rückgang des Exports als der des Imports sei ein saisonbedingtes Phänomen in dem Monat, auf den das Neujahrsfest nach Mondkalender fällt.