Die südkoreanische Regierung hat die Behauptung eines schwedischen Experten über zwei angebliche Atomtests Nordkoreas im Jahr 2010 als wenig objektiv und unbegründet bewertet.
Die zuständigen Behörden hätten in technischer Hinsicht einen Mangel an Objektivität und Glaubwürdigkeit der Schlussfolgerung des Schweden festgestellt, teilte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul mit.
Zuvor hatte das Wissenschaftsjournal „Nature“ am 3. Februar unter Berufung auf einen Bericht des schwedischen Atomexperten Lars-Erik De Geer geschrieben, dass Nordkorea im April und Mai 2010 zwei Nukleartests unternommen habe.
De Geer, Forscher am Schwedischen Verteidigungsforschungsinstitut, sei zu diesem Schluss gekommen, nachdem er Daten über Nuklearmaterial von Beobachtungsstationen in Südkorea, Japan und Russland verglichen habe. Dabei seien auch vom Internationalen Überwachungssystem der Organisation des Vertags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) erhobene Daten analysiert worden, hieß es.