Die Finanzbehörden wollen die Regelungen über die Weitergabe von Unternehmensinformationen an der Börse und die Börsennotierung unter die Lupe nehmen.
Hintergrund ist, dass die Unternehmensgruppe Hanwha Informationen zur Anklage ihrer Führungskräfte wegen einer Pflichtversäumnis und Unterschlagung nicht rechtzeitig an Investoren weitergegeben hatte.
Solche Fälle verursachten häufig Anlegern Schaden, begründete ein ranghoher Mitarbeiter des Börsenbetreibers Korea Exchange die Entscheidung.
Dabei würden verschiedene Maßnahmen gegen Unternehmen, die nicht ehrlich Firmeninformationen zur Verfügung stellen, geprüft. Dazu zähle, ein Vorstandsmitglied für die Mitteilung von Informationen verantwortlich zu machen, um es bei einem Verstoß gegen entsprechende Regeln zur Rechenschaft zu ziehen.
Nach dem Abschluss der Prüfungen durch Korea Exchange wolle die Finanzdienstekommission gemeinsam mit der Organisation über eine eventuelle Änderung der Regelungen diskutieren, sagte ein Kommissionsvertreter.