Südkorea hat Nordkorea Gespräche über neue Treffen zwischen getrennt lebenden Mitgliedern koreanischer Familien vorgeschlagen.
Die Vorsitzende der südkoreanischen Rot-Kreuz-Gesellschaft, Yu Jung-keun, sandte heute den Vorschlag über das Verbindungsbüro im Grenzort Panmunjom an ihren nordkoreanischen Gegenüber.
Danach könnten die Gespräche am nächsten Montag in der südkoreanischen Grenzstadt Munsan oder in Kaesong in Nordkorea stattfinden.
Die bisher letzten kurzfristigen Familienzusammenführungen fanden im Herbst 2010 statt.
Millionen von Menschen wurden durch die Landesteilung und den Korea-Krieg von 1950-53 von ihren nächsten Angehörigen getrennt.
Südkorea machte den Vorschlag trotz der innerkoreanischen Spannungen, die sich unter anderem durch den Beschuss einer südkoreanischen Insel durch die nordkoreanische Küstenartillerie im November 2010 verschärft hatten.
Nordkorea hatte unter anderem als Bedingung für die Wiederaufnahme eines Dialogs gefordert, dass sich die Regierung in Seoul für ihre Reaktion auf den Tod des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il im Dezember entschuldige.
Seoul hatte der Bevölkerung Nordkoreas sein Beileid ausgesprochen, doch keine offizielle Trauerdelegation nach Pjöngjang gesandt.