Nordkorea hat die Haltung Südkoreas zur Wiederaufnahme innerkoreanischer Gespräche kritisiert.
Hintergrund ist die Bemerkung des südkoreanischen Vereinigungsministers Yu Woo-ik in der vergangenen Woche, wonach neue Gespräche mit Nordkorea erst Mitte April möglich wären.
Yus Bemerkung verurteilte die staatliche Nachrichtenagentur Chosun Chungang als anmaßend und unbesonnen. Seine Äußerung, wonach Pjöngjang die Entscheidung über neue Gespräche mit Seoul verschiebe, weil sich das neue Regime noch nicht etabliert habe, sei ein Angriff auf die Würde Nordkoreas, hieß es in einem Kommentar am Montag.
Nordkorea habe der südkoreanischen Regierung neun Fragen gestellt. Vor der Beantwortung dieser Fragen seien neue Gespräche undenkbar, hieß es weiter.
Die nordkoreanische Nationale Verteidigungskommission hatte Anfang Februar Südkorea aufgefordert, neun Fragen, darunter auch eine zu militärischen Übungen mit den USA, zu beantworten. Sobald klare Antworten vorlägen, würden die Gespräche umgehend fortgesetzt, hieß es damals.